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Fallbeispiele

10-jähriger Vollblüter:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Halterin eines 10 Jährigen Vollblüters, der nach einer langen Zeit in der Rekonvaleszenz in den Jahren 2004 und 2005 in den Sport zurückkehren soll. Das Pferd wurde bis zu seiner Sehnenverletzung dressurmäßig geritten und auch auf Turnieren vorgestellt. Das Pferd wird nun seit 1 Jahr wieder normal belastet.

Obwohl es keinerlei klinische Befunde gab, reagierte das Pferd - ohne erkennbaren Grund - in dem letzten Jahre mit heftigen Muskelverspannungen, die immer wieder die Hinzuziehung von Tierärzten notwendig machten. Die Ursache der extremen Verspannungen liess sich klinisch nie nachweisen. Ich habe daraufhin unzählige und sehr teure Vitamin - E und Selenpräparate erhalten. Das Muskelniveau des Pferdes blieb dennoch überempfindlich, so dass ich vor der Entscheidung stand, dass Pferd nicht mehr zu reiten.

Ich arbeite seit 2001 als Rechtsanwältin mit der besonderen Spezialisierung im Bereich des Pferdesportrechts und des Tierarzthaftungsrechts. Parallel bilde ich mich zur Sachverständigen für Zucht- und Haltung fort. Es war und ist daher ein Leichtes, bei medizinischen Fragen bzw. Haltungsfragen auf einen renommierten Tierarzt oder einen Sachverständigen aus meinem seit Jahren bestehenden Netzwerk zurück zu greifen. Dies habe ich für oben beschriebenes Problem auch getan. Leider konnte niemand das Problem lösen.

Durch die Unterstützung von Herrn Michael Schmidt ist es gelungen, das Pferd innerhalb von vier Wochen beschwerdefrei bewegen zu können. Nach einer Anamnese per Telefon und e - mail und diversen Tests, unter anderem einer PH - Wert - Bestimmung über einen längeren Zeitraum, erfolgte eine grundlegende Futterumstellung. Das Pferd erhält nun statt Müsli und diverser Extras nur noch Hafer, Heu, Rapsöl und Hay & Oats (High Performance Balancer). Weiteres Zusatzfutter oder gar Medikamente sind nicht mehr notwendig. Auch keine anderweitigen Pferde - Wellness - Produkte.

Das Pferd ist nun rittig, belastbar, motiviert, im Bereich der Muskulatur unauffällig und wirkt äusserst zufrieden. Ich beginne derzeit mit den ersten M - Lektionen und habe endlich wieder Spass daran, dieses Pferd zu reiten - mit einem guten Gewissen.

Mit freundlichen Grüßen
Michaela Nolte, Hamburg
Fachanwalt Pferdesportrecht, Tierarztrecht
Vereidigte Sachverständige Pferd

Odin, Islandwallach, 14 Jahre:

Das Pferd stammt aus einer Aufzucht mit Milchviehweiden und wuchs mit Übergewicht bereits auf. Im Beritt wurde es massiv heruntergehungert. Die Fütterung der folgenden Jahre pendelte zwischen Überfütterung auf fetten Weiden und langen Hungerperioden durch Nahrungskarenzen. Mit 10 Jahren kristallisierte sich neben diversen Arthroseerkrankungen auch ein Metabolisches Syndrom heraus: charakteristische Fettdepots an Mähnenkamm, Schulter und Kruppe, sowie zunehmende Trägheit, bei Weidegang lief das Pferd fühlig und zeigte beginnende Rehesymptome.

In den folgenden 3 Jahren wurde die Fütterung umgestellt, der Weidegang auf max. 1 Stunde reduziert. 5 Heufütterungen verteilten sich auf 24 Stunden, um Nahrungskarenzen von mehr als 5 Stunden zu vermeiden. Nach ca. 1 Jahr reduzierte das Pferd spürbar Gewicht. Eine extreme Verbesserung des Allgemeinzustandes war nach Gabe von FTS High Performance Balancer zu verzeichnen. Das Pferd verschlankte zusehends und baute trotz seines knöchernen Handicaps besser Muskulatur auf. Die Trägheit verschwand, ein Temperament welches vorher immer nur durchgeblitzt hatte, kam zum Vorschein. Inzwischen sind im Winter ohne Probleme auch mehrere Stunden Weidegang möglich, Heu kann weitgehend ad libidum gefüttert werden.

Die Sommerfütterung bleibt restriktiv.

Arthritische Beschwerden führten alljährlich zu einer Verschlechterung der Beweglichkeit, sobald die Witterung in nasskalt umschlägt. Zu Beginn dieses Winters wurde daher ergänzend Joint & Tendon zugefüttert. Als Dosierung wurde zunächst die Menge für ein Großpferd gewählt, um einen Vorratspegel der entzündungshemmenden Substanz anzureichern.

Bereits nach 3 Tagen zeigte das Pferd vermehrten Bewegungsdrang. An der Hand ließ es sich in allen Gangarten sofort motivieren. Das bis dato übliche Warmlaufen von bis zu 30 Minuten verkürzte sich massiv, jetzt erreicht es seine "Betriebstemperatur" bereits nach 10 Minuten und zeigt deutlich mehr Elastizität im Bewegungsablauf. Nach 8 Tagen wurde die Dosierung auf 40 g heruntergefahren, das Bewegungsbild des Pferdes blieb gleich.

D. Trodler
Schriftstellerin
Germany

Williams Cermit / Hase:

Bereits als ich den, damals 9 jährigen, Wallach kennen lernte, war offensichtlich, dass es sich um einen Pflegefall handelt: bei einem Stockmaß von 182 cm wog er unter 500kg. Er war extrem nervös, schwierig im Handling, kaum zu reiten, ein Steiger der seine Reiter an Bäumen und Hausmauern abscheuerte. Dank seines vornehmen Pedigrees und enormen Springvermögens, haben sich einige Berufsreiter "besonders um das Pferd bemüht". Das Urteil lautete stets, das Pferd sei hochvermögend im Parcours, allerdings wegen des schlechten Nervenkostüms für den Sport nicht brauchbar. Als noch weitere Erkrankungen hinzukamen, übernahm ich das Pferd für den Kaufpreis von 1,00 €. hier geht's weiter