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Gewichtsprobleme

Ich kann füttern so viel ich will und was ich will. Mein Pferd nimmt nicht zu:

Ein Pferd ist keine genormte Maschine aus dem Regal eines Baumarktes. Wie beim Menschen auch gibt es unterschiedliche Typen, so den hageren, den "normalen" und den Typ der schon zunimmt wenn er bloß Futter sieht.

Ein "rundes" Pferd ist nicht zwangsläufig ein gesundes Pferd.

Es gibt jedoch Pferde, die gerade deshalb nicht zunehmen weil man Ihnen zu viel füttert. Wie unter dem Punkt "Ganzheitliche Fütterung" beschrieben, gibt es gewisse Grenzen die nicht überschritten werden dürfen. Werden diese Grenzen in Hinblick auf die Kraftfutterfütterung überschritten, so reduziert sich die mögliche Verdauungsleistung des Blind- und Dickdarmes und damit die Energieverwertung aus Rohfaser und Pektin. Nun fängt das Pferd sogar an abzunehmen und das obwohl große Mengen an Kraftfutter verfüttert werden. Der Dünndarm wird mit der Menge an Kraftfutter nicht mehr fertig, Blinddarm und Dickdarm quittieren Ihren Dienst weil dieser Bereich des Darmes auf Grund der großen Mengen an Stärke "übersäuert" wird.

Zu diesem Thema gibt es einige interessante Dissertationen und weitere Äußerungen diverser Universitäten. Die Futtermittelindustrie scheint dieses oft wohlwollend zu übersehen.

Damit ein Pferd zunimmt oder zusetzen kann muss ein gewisser Energieüberschuss verfüttert werden. Aber dieses sollte nur kontrolliert geschehen und nicht nach der Methode viel hilft viel. Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch hierbei die korrekte Versorgung mit Vitamin und Spurenelement. Diese Stoffe sind Reglerstoffe für den Stoffwechsel und somit auch verantwortlich für die Wandlung von Futter in Energie. Stimmt die Balance nicht, so ist der Stoffwechsel gehandicapt und das Ergebnis nicht optimal.

Mein Pferd ist zu dick nimmt nicht ab oder hat möglicherweise ein EMS:

Nun könnte man sagen, Liebe geht durch den Magen und man hat es geschafft.

Was ist passiert? Man könnte sagen man hat das Pferd krank geliebt.

Dieses Problem treffen wir häufig bei sogenannten Robustrassen an, aber auch bei anderen Reitpferden die zu wenig bewegt sind und gleichzeitig zu viel Futter erhalten. Wir wissen nicht warum aber sehr oft scheint es so zu sein, das ein Reiter wenn er zu wenig Zeit zum reiten hat, dem Pferd über das Futter Zuwendung erteilt.

Das kann nach hinten losgehen.

Das Pferd fängt an ob mangelnder Bewegung und einer konstanten Überfütterung zu verfetten. Fett ist nicht nur ein "Energiespeicher" es ist auch ein Hormonspeicher. Je fetter das Pferd wird um so mehr Hormone werden gespeichert. Die Hormone aus dem Fett bewirken aber, dass Organe oder aber auch Zellen nicht mehr so gut auf Insulin ansprechen, sie werden insulinresistent. Daraus aber resultiert das weniger Zucker "verbrannt" wird. Bleibt der Zuckerspiegel nun über längere Zeit erhöht, so wird er wieder in Fett umgewandelt und eingelagert. Die Verfettung schreitet fort.

Was kann man tun?

Das Pferd muss abnehmen. Dafür ist zum einen mehr Bewegung nötig und zum anderen eine angepasste Fütterung und diese möglichst Stärke / Zucker reduziert. Wir brauchen eine negative Energiebilanz. Um dieses zu erreichen ist die Fütterung auf das Zielgewicht, nicht auf das Istgewicht abzustellen. Anfänglich wird das Pferd schon mit dieser Fütterung in eine negative Energiebilanz geraten, da die Mehrarbeit und die Belastung durch das Übergewicht schon Energie kosten.

Es ist nicht sinnvoll außer wenn es medizinisch verordnet ist, dass das Pferd zu schnell abnimmt. Zum einen würde der Organismus stark belastet werden und zum anderen würde man durch die Freisetzung der Fettdepots für ein hormonelles Gewitter sorgen.

Auch und gerade hier ist es wichtig ein wirklich gutes Mineral (Software) zu füttern, denn es ist ursächlich mit verantwortlich für eine einwandfreie Stoffwechselfunktion und damit für eine Normalisierung der internen Vorgänge.